Als München noch München war - Geschichten der 60er, 70er und 80er Jahre

Lieferzeit
2-3 Tage
12,80 €
Auf Lager

Das Münchner Geschichten Buch der Abendzeitung

Das waren noch Zeiten, als es im P1 das Bier aus der Flasche für 4,50 DM gegeben hat. Der Kult-Barkeeper Max Geissler aus dem P1 schildert, wie auch internationale Stars an der härtesten Tür Münchens scheiterten. Die 60er bis 80er waren lebhafte Jahre im Zeichen der Münchner Freiheit, in denen auch die letzten Hüllen fielen.


Angelehnt an die Fernseh-Vorabendserie von Helmut Dietl mit der Titelmusik des Supertramp-Gründungsmitglieds Richard Palmer sammelt das München Buch der AZ lose zusammenhängende Episoden von Striezis und Stenzen, Nachteulen und Tagträumern aus dem München der 60er bis 80er Jahre. Als Lesergeschichten von Münchnern, die ihre aufregendsten, prägendsten und bewegendsten Erlebnisse schilderten, erschienen die Münchner Gschichten bereits als Serie in der Abendzeitung, dem Gesicht dieser Stadt.

Als München noch München war und die Wiesn damals so ganz anders war, bekam man auch durchaus seinen Führerschein nach 100 Metern Fahrprüfung, so die AZ-Leserin Julia Fischer, die den Prüfer mit einem beherzten Tritt aufs Gaspedal in die Polster der Rückbank drückte. Oder als der Max vom P1 noch alkoholisiert Auto gefahren ist und bei der Polizeikontrolle nicht ins Röhrchen blasen musste, obwohl er auf seinem “guten Recht”, blasen zu dürfen, bestanden hatte.

Die Münchner Gschichten ranken sich um Schwabinger Krawalle, darum, wie Wolfgang Fiereck zum Film kam, um all das, was verboten war, um das Lehel der 60er und das Musikgeschäft der 80er. 128 Seiten schildern schräge Typen und krude Erlebnisse, Mutproben im FKK-Bereich und auf welchem Fasching Rudolph Moshammer ausnahmsweise nicht mit seinem Yorkshire Terrier Daisy flanierte, sondern mit seinen beiden Geparden im Look von König Ludwig II. Auch andere Berühmtheiten finden ihren Platz in diesem Sammelband der Münchner Gschichten. Die Deutsche Eiche zwischen Viktualienmarkt und Gärtnerplatz war an Fasching geschlossen, das Stammlokal von Rainer Werner Fassbinder und vielen anderen Künstlern. Also von außen. Über das offene Küchenfenster im Hinterhof jedoch wurde der Eintritt geregelt. Freddy Mercury verweilte dort gerne privat, möglicherweise quälte auch er sich durch dieses berühmte Küchenfenster.

Aus dieser Zeit stammte der Prominenten-Stammtisch aus dem Franziskaner Biergarten, an dem auch der Kolumnist der Abendzeitung Sigi Sommer und Max Culpe, der Sänger von “Sag mir, wo die Blumen sind”, ein Bier getrunken haben.

Man muss kein Ewiggestriger sein, um von der Wehmut erfasst werden zu können, die diese Erinnerung an frühere Zeiten auslöst: Irgendwie war es unbeschwerter, lässiger, münchnerischer, als der Monaco Franze noch das Lebensgefühl der Münchner geprägt hat.

Der Sammelband lädt dazu ein, dieses Münchnerische wieder zu entdecken, das die Weltstadt mit Herz einmal so unverwechselbar machte, und es unter den Vorzeichen der Gegenwart erneut erblühen zu lassen.

Mehr Informationen
Lieferzeit 2-3 Tage
ISBN 978-3-947029-10-5
Seitenanzahl 128
Einbandart Hardcover